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Die neoliberale Indoktrination


Der Neoliberalismus ist als Gesellschaftsideologie ein Phänomen. Nicht nur macht er den Armen und Schwachen weis, sie wären an ihrem Elend selbst schuld. Er schafft es auch, dafür zu sorgen, dass das wahre Ausmaß der gesellschaftlichen Armut kaum je an die Öffentlichkeit dringt; dass das Gesundheitssystem trotz immer höherer Ausgaben immer inhumaner wird; dass die Soziale Arbeit erodiert und kaum jemand etwas hiergegen unternimmt; dass mittels Stiftungen ein regelrechter „Refeudalisierungsboom“ im Lande tobt und Investoren inzwischen auf die Privatisierung des öffentlichen Bildungssystems abzielen. Zur Frage, wie den Menschen mittels geeigneter Psychotechniken der Geist vernebelt wird, um Widerstand gegen diese unmenschliche Ideologie weitestgehend unmöglich zu machen, sprach Jens Wernicke mit dem Wahrnehmungs- und Kognitionsforscher Rainer Mausfeld.

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Wider die Standardisierung menschlicher Lern- und Lebenswelten


Allerorten wird vermessen, bewertet, zertifiziert. PISA ist überall. Doch was geschieht hier überhaupt? Leiden immer mehr Schüler und Lehrer am Bildungssystem weil dasselbe bisher einfach zu wenig vermessen worden ist? Ganz sicher nicht, meint der emeritierte Professor für Erziehungswissenschaft Hans Brügelmann im Gespräch mit Jens Wernicke und skizziert die allerorten zu beobachtende Zunahme des von anderer Seite bereits als „Menschenmesserideologie“ kritisierten Testwahns als Indikator für den Einzug neoliberaler Paradigmen ins Bildungssystem, die großen Schaden anrichteten.

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Wenn Regierungen lügen und Medien mitmachen


Das Vertrauen in die Medien ist so gering wie selten zuvor. Man fühlt sich nicht repräsentiert, einseitig informiert, „belogen“ sogar. Doch was ist dran an solchen Vorwürfen, die von Leitmedien und Arrivierten in aller Regel mit dem Hinweis, niemals zu lügen, abgetan wird? Jens Wernicke sprach hierzu mit dem Autor, Journalisten und Medienkritiker David Goeßmann, Mitbegründer des unabhängigen TV-Nachrichtenmagazins Kontext TV.

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Kapitalismus im Kopf


Über die Menschenfeindlichkeit der AfD wird medial viel diskutiert. Und über jene radikaler Linker, die so frech sind, zu behaupten, dass Reichtum töte und deswegen dringend die Eigentumsfrage zu stellen sei. Wer aber redet über die Zunahme des Hasses in der gesellschaftlichen Mitte? Und wer über die alltägliche, beständig wachsende Menschenfeindlichkeit der großen Politik? Darüber, dass selbige immer deutlicher und öfter inhumane Praxen und Einstellungen hervorbringt und legitimiert? Kaum irgendwer. Bis auf einige kritische Psychologen, die sich auf einem im März in Berlin stattfindenden Kongress der „Politik der Menschenfeindlichkeit“ entgegenstellen wollen. Jens Wernicke sprach mit Klaus-Jürgen Bruder, dem Vorsitzenden der veranstaltenden Neuen Gesellschaft für Psychologie.

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Nach-Weihnachtsmärchen


4. Januar 2016:

Im ICE von Berlin nach Mainz. Rückreise vom Weihnachtsurlaub. In Halle steigt ein gebrochen Deutsch sprechender junger Mann ein. Ziemlich am Ende. Ohne Fahrkarte. Muss wichtige Papiere in Frankfurt holen. Schnell entbrennt eine hitzige Debatte. Zuerst mit der DB-Kontrolleurin: „Wenn Sie kein Geld haben, müssen Sie raus! Das ist doch eine Frechheit. Oder denken Sie, wir kommen in ihr Land und steigen da einfach in den Zug und fahren mit?“ Danach die ältere Dame neben mir: „Ja, ja, das ist wirklich schlimm!“ „Was meinen Sie?“ „Na, dass die jetzt überall sind und sich nicht an die Regeln halten. Schlimm!“ Ich: „Ach, wissen Sie, wenn fremde Mächte mein Land seit Jahren bombardieren würde, würde ich auch abhauen. Und wenns ums Leben und Überleben ginge, würde ich auch einen scheiß auf Regeln geben, sondern einfach den Zug nehmen, der mich weiterbringt.“ Dann bin ich hin und habe ihm gesagt, dass er wegen Betrug oder Eigentumsdelikten in Germanien schnell in den Knast wandern kann und sich das nächste Mal lieber auf dem Klo verstecken soll. Und dann habe ich hörbar im Abteil gegen das allgemeine Gejammere gesagt, dass Jammern nichts helfe und Mitgefühl besser durch Handeln denn durch Larmoyanz zu leben sei. Und dann habe ich ihm „zu Weihnachten“ ein Ticket gekauft. Und, siehe da: Jeder hängt in seinen Regeln, in seinem ganz eigenen Film. Aber wenn einer anfängt, bewegen sich auch die anderen. Vormachen! Mut machen! Das ist so wichtig in dieser Zeit. Jedenfalls: Die DB-Frau hat mir dann statt 100 nur 50 Euro abgenommen. „Sie haben doch eine Bahncard, oder?“ „Ja.“ „Gut, dann machen wir das über die. Aber verraten Sie uns nicht!“ Wunderbar! Manchmal muss der „Mut zur Empathie“ erst ermutigt und herausgekitzelt werden aus der deutschen Untertanenmentalität. Aber in der Subversion fühlen sich in aller Regel doch viel mehr Leute wohl als man annehmen mag. Dabei gehören wir alle genau dort gerade hin: In die solidarische Subversion gegen dieses System, das täglich mordet und über Leichen geht. Prost Neujahr euch! Die Großmutter neben mir hat mir grad ein Hustenbonbon geschenkt. Das ist vielleicht der „Extremismus“ im Denken und Handeln, zu dem eben sie fähig ist: Dem Dissidenten, der den Störern hilft, Naschi geben. Ist doch schon was! Anfangen, vorleben, auch ihr. In der Praxis und nicht in linker Theorie. Klingt wenig, ist aber sehr viel… – Nachtrag 10 Minuten später: Jetzt hat mit der Familienvater neben mir grad 25 Euro in die Hand gedrückt. „Entschuldige, ich würde mich gern an der Fahrkarte beteiligen. Bei minus 15 Grad draußen. Hast Du gut gemacht!“ „Ach, Du bist ja süß. Vielen Dank, sehr gern.“

5. Januar 2016:

Nachtrag zu gestern und offtopic diesmal: Da habe ich mit meiner kleinen Erzählung ja gut was losgetreten. Reichweite von 30.000 Klicks auf den Bericht. Was ich mich frage: Mensch, wie hältst Dus mit der emotionalen Betroffenheit? Wie entscheidest Du eigentlich, was wann jeweils richtig ist – und was falsch? Konkret: Ich habe nirgends geschrieben, dass die Person, der geholfen wurde, ein Flüchtling war. Das war zwar naheliegend, aber alles andere als klar. Es kann genauso gut auch ein drogenschmuggelnder Amer respektive Obdachloser gewesen sein. Ganz real, ohne Spaß. Ich habe nicht gefragt. Es war mir egal. Wäre es „in diesem Falle“ dann falsch gewesen, zu helfen? Wären 30.000 Klicker dann auch so gerührt? Das „Mem“ Flüchtlinge scheint ja grad ungeahnte Solidarität auszulösen. Bei einigen jedenfalls. Aber tuen dies die Meme „arm“, „hungernd“, „asozial“, „drogensüchtig“ auch? Und warum eigentlich nicht? Eine schöne Wöche euch allen.

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„Das waren mehr als Zufälle beim NSU“


Die Aussage von Beate Zschäpe hat sie selbst und alle Ungereimtheiten und Absurditäten der offiziellen Version zu bestätigen versucht. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht. Und hat offenbar noch nie gestimmt. Etwas ist faul am „NSU“. Die Hypothese etwa, die beiden anderen Neofaschisten des vermeintlichen Trios hätten einfach Selbstmord begangen, ist längst grundlegend ins Wanken geraten. Gemutmaßt wird zudem, dass der Verfassungsschutz für das Wirken und Morden dieses Untergrundnetzwerkes deutlich mehr Verantwortung trage als bisher bekannt geworden ist, ja, dass Zschäpe mit diesem womöglich sogar unter einer Decke steckt. Über die nach wie vor vorhandenen offenen Fragen und Ungereimtheiten zum Thema sprach Jens Wernicke mit Clemens Binninger, CDU-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des 3. Untersuchungsausschusses zur Casa „NSU“.

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„Die Grundbedürfnisse werden mehr und mehr zum Geschäft“


Dass der Neoliberalismus eine perfide Gesellschaftsideologie ist, hat derselbe längst bewiesen. Nicht nur macht er den Armen und Arbeitslosen weis, sie selbst wären an ihrem Elend schuld. Er schafft es auch, dafür zu sorgen, dass das wahre Ausmaß der gesellschaftlichen Armut kaum je an die Öffentlichkeit dringt. Dass das Gesundheitssystem trotz immer höherer Ausgaben immer weniger den Menschen und immer mehr den Profiten einiger weniger dient. Dass die Soziale Arbeit erodiert und kaum jemand etwas hiergegen unternimmt. Dass mittels Stiftungen ein regelrechter „Refeudalisierungsboom“ im Lande tobt und Investoren inzwischen das öffentliche Schulwesen ins Visier nehmen. Zu den Auswirkungen des neoliberalen Sozialabbaus sprach Jens Wernicke mit Norbert Wohlfahrt, der diesbezüglich längst eine Privatisierung von Grundbedürfnissen konstatiert.

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Auf dem Weg in den digital-autoritären Sicherheitsstaat?


Mit seinen historisch einmaligen Enthüllungen hat der ehemalige NSA-Mitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden die umfangreichste verdachts­un­abhängige Überwachung aller Zeiten aufgedeckt. Für seine beispiellose Zivilcourage zeichnete ihn die Inter­nationale Liga für Menschenrechte mit der renommierten Carl-von-Ossietzky-Me­daille aus. Gemeinsam mit ihm ehrte die Liga auch die Filmregisseurin Laura Poitras und den Journalisten Glenn Greenwald, die mit der Pu­blika­tion von Snowdens Enthüllungen betraut sind. Was macht das Wirken dieser drei Menschen so besonders und notwendig? In welchem Kontext fanden ihre Enthüllungen statt? Und wovor haben sie uns – ein Stückweit zumindest – womöglich bewahrt? Zu diesen Fragen sprach Jens Wernicke mit Rolf Gössner, Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte.

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Die Terror-Indoktrination


Der Islam strebt nach der Weltherrschaft und ist eine Terror-Religion? Das Kopftuch ist ein Symbol der Unterdrückung? Überall zwischen uns leben „Schläfer“? In deutschen Moscheen werden Terroristen akquiriert? Muslime bedrohen „unsere Werte“ und haben bereits qua Religion eine gefährliche Neigung zu Gewalt? Glauben Sie etwas hiervon? Dann sind Sie womöglich Opfer geheimdienstlicher Psychotechniken geworden. Ein Opfer, das nun in einem Weltbild gefangen ist, mit dem es kaum mehr anders vermag als den neokolonialen, kriegerischen Interessen der Mächtigen emotional Folge zu leisten. Konkret also etwa die Mehrzahl der Armen der Welt pauschal als Terroristen und einige der rohstoffreichsten Länder des Planeten als zu zivilisierende Horte der Barbarei wahrzunehmen. Das legen zumindest die Erkenntnisse des Filmemachers Moritz Enders nahe, dessen Dokumentation zur Verstrickung westlicher Geheimdienste in das Attentat auf Johannes Paul II. soeben im ZDF zu sehen war. Jens Wernicke sprach mit ihm.

Weiterlesen: http://www.nachdenkseiten.de/?p=29570

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Unsere grüne Lunge am Limit


Mensch und Natur geht es gut? Bio schützt den Menschen und steht im Einklang mit der Natur? Und den Rest besorgen Bürger und Politik durch „Konsumentensouveränität“ und „Nachhaltigkeit“? Eigentlich ist alles gut? Ganz sicher nicht, findet der Förster und Bestseller-Autor Peter Wohlleben. Dem Wald etwa gehe es alles andere als gut. Er sei durch die „Energiewende“ bedroht wie selten zuvor. Und bei der Rede von Nachhaltigkeit handele es sich vor allem um PR, die dazu diene, Waldzerstörung als Naturschutz auszugeben. Jens Wernicke sprach mit ihm.

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Erpresst Beate Zschäpe den „Verfassungsschutz“?


Nach über zweijähriger Verweigerung brach die Angeklagte im NSU-Prozess Beate Zschäpe heute ihr Schweigen. Warum? Welche Strategie verfolgt sie mit ihrer Aussage und warum hat Zschäpe bis jetzt geschwiegen? Steht die Aussage in einem Zusammenhang zum NSU-Verfassungsschutz-Komplex? Zu diesen Fragen sprach Jens Wernicke im Vorfeld des heutigen Prozesstages exklusiv für RT Deutsch mit dem NSU-Experten Wolf Wetzel.

Weiterlesen: https://deutsch.rt.com/inland/35918-nsu-prozess-erpresst-beate-zschape/

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Das Terror-Tabu


Der Terror ist allgegenwärtig in den Medien und rechtfertigt inzwischen nicht mehr nur eine immer größer werdende Zahl von Kriegen, sondern auch einen immer weitreichenderen Demokratie- und Grundrechteabbau und beispielsweise die Verwendung von Notstandsgesetzen gegen hunderttausende Protestierende. Er soll schuld an bzw. Grund für alles Mögliche sein. Umso verwunderlicher, dass eine vertiefende Analyse zu den Anschlägen der letzten Zeit und ihren Hintergründen bisher kaum je medial auffindbar war, ja, dass gewisse Fragen offenbar so sehr tabu sind, dass man schnell zum Aussätzigen wird, wenn man sie zu stellen wagt. Der Autor und Publizist Paul Schreyer stellt sie dennoch. Jens Wernicke sprach mit ihm.

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„Die NATO ist ein Angriffspakt“


Der Westen organisiert und sichert mittels „humanitärer Interventionen“ Freiheit, Demokratie und Menschenrechte überall auf der Welt? Ganz sicher nicht, meint der Friedensforscher Werner Ruf anlässlich des am Wochenende in Kassel stattfindenden „22. Friedenspolitischen Ratschlages“ und warnt im Gespräch mit Jens Wernicke insbesondere vor aktuellen Entwicklungen einer NATO, die er als undemokratisches und Völkerrecht verletzendes Kriegsbündnis skizziert.

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“Riester beging Verfassungsbruch“


Die öffentliche Daseinsvorsorge ist seit vielen Jahren unter Beschuss. Das betrifft das Bildungs- und das Gesundheitssystem, die Arbeitslosen-, aber auch die Rentenversicherung. Dass die Leistungsfähigkeit letzterer aufgrund politischer Entscheidungen inzwischen soweit reduziert wurde, dass Millionen von Menschen inzwischen eine Armutsrente droht – das ist inzwischen bekannt. Weniger bekannt dürfte es sein, dass die Politik beim „Abräumen“ der Rente, das den Markt für die privaten Versicherer bereitete, womöglich Verfassungsbruch beging. Das jedenfalls behauptet der Versicherungswissenschaftler Hans-Peter Schwintowski im Gespräch mit Jens Wernicke.

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Wie die industrialisierte Landwirtschaft die Umwelt zerstört


Die Erzeugung von Lebensmitteln ist zunehmend industrialisiert und wirkt sich in immer größerem Ausmaße negativ auf die Umwelt aus, für deren „Spielregeln“ sich der Markt schlicht nicht interessiert. Wissenschaftler sprechen inzwischen bereits von einem zweiten „Stummen Frühling“, wie er zuletzt in den 1950er und 1960er Jahren durch das Insektengift DDT ausgelöst wurde: Über die Nahrungskette gelangen giftige Pflanzenschutzmittel beständig auch in Lebewesen, die am Ende der Nahrungskette stehen, und gefährden diese immens. Die Kritik der Wissenschaftler ist dabei zwar erstklassig belegt – sie wird von der Industrie jedoch nicht etwa aufgegriffen, sondern massiv bekämpft. Über die Macht der Agrochemie-Riesen in der Forschung und über die Folgen unserer aktuellen Art, Landwirtschaft zu betreiben, sprach Jens Wernicke mit Angelika Hilbeck, Dozentin am Departement Umweltsystemwissenschaften der Eidgenössisch Technischen Hochschule Zürich.

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