Fremdes...

Alva Lûn: Tick Tock


time goes by quickly, i look at my life and see
so many things i have missed i can hardly breathe
i wonder how many days, hours and seconds i’ve left
and i hear a knock
tick tock

what are the things you want to spend your last days with?
who are the people to whom you want to speak?
what is the life you want to leave behind?
did you really live it?
did i?

and when the day comes
that brings us our deaths
will it be good?
will it be good enough?

i found you the day it was freezing and people were closed
i gave you my wallet, you had nothing to eat no more
and i turned around and said: „this is my time“
and i left the city
behind

i walked up the street, through the forest and up a hill
and threw away all my clothes and then even my skin
and on the top i stood in the sunlight and burned
i burned everything off me
and then returned

and when the day comes
that brings us our lives
will it be good?
will it be good enough?

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Hagen Rether zur Lage der Welt


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Which side are you on?


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John Holloway: Den Staat übernehmen


Lust auf mehr? Dann hier:

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Peter Grottian: Eine Analyse der Linken


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Das Schweigen Gottes


Warum beklagst Du
das Schweigen Gottes
sagte der Religionslehrer.
Schau diese Wiese an.
Gott spricht leise zu dir.
Du hörst ihn
im Summen der Bienen.
Im Säuseln des Windes.
Du siehst ihn
im geduldigen Wachsen
der Blumen.

Heute ist
diese Wiese
ein riesiger Parkplatz.
Was ist das für ein Gott
den eine Kärntner Baufirma
zum Schweigen bringen kann?

Aus: Peter Turrini: Ein paar Schritte zurück: Gedichte

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Wie lange noch


Ist diese Müdigkeit
die mich plötzlich überfällt
der Mantel über alle Tränen
meiner Kindheit?

Sind diese Schmerzen
die mich quälen
eine Aufforderung
noch einmal
zurückzugehen?

Ist diese Gleichgültigkeit
die ich spüre
wenn andere leiden
die Angst davor
zu ihnen zu gehören?

Ich halte mich
mit aller Gewalt
gegen mich selbst
aufrecht.

Als Jugendlicher
stemmte ich manchmal
einen Sessel
mit den Zähnen hoch
in der Hoffnung
daß meine Schwächen
von soviel Stärke
widerlegt werden.

Heute stemme ich
mangels guter Zähne
keine Sessel mehr.
Die Art aber
Stärke zu zeigen
damit die Schwäche
übersehen wird
ist geblieben.

Wie lange noch
werde ich alles hinunterschlucken
und so tun
als sei nichts gewesen?

Wie lange noch
werde ich auf alle eingehen
und mich selbst
mit freundlicher Miene
vergessen?

Wie lange
müssen sie mich noch schlagen
bis dieses lächerliche Grinsen
aus meinem Gesicht fällt?

Wie lange noch
müssen sie mir ins Gesicht spucken
bis ich mein wahres
zeige?

Wie lange
kann ein Mensch
sich selbst nicht lieben?

Es ist so schwer
die Wahrheit zu sagen
wenn man gelernt hat
mit der Freundlichkeit
zu überleben.

Aus: Peter Turrini: Ein paar Schritte zurück: Gedichte

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Verteidigungen


wissenschaftler entwickeln waffensysteme im orbit
und berufen sich dafür auf die freiheit der forschung

militärpfarrer segnen den leopard 2
im auftrag christlicher seelsorge

berufsmörder befehlen die kollaterale
   auslöschung von kindern frauen alten
und werden zum general ernannt

staaten verletzen die souveränität anderer staaten
unter berufung auf den grundsatz der
   sicherheitsverantwortung

militärs zerstören gesellschaftliche strukturen
angeblich zur wahrung der menschenrechte

regierungen missachten das völkerrecht
weil sie bei rechtsverletzungen anderer
   regierungen nicht wegschauen

sie rüsten und führen kriege zur rohstoffsicherung
das nennen sie friedenssicherung

militärisches eingreifen
bezeichnen sie als gebot der humanität

sie lassen zivilisten töten
und sprechen von humanitärer intervention

die armee zieht in den krieg
scheinlegitimiert durch friedensmandate

in weiter ferne am hindukusch
wird deutschland verteidigt

wer die wahrheit sagt den heißen sie lügner
zur wahrheit erheben sie lügenwörter

Aus: Rudolph Bauer: Flugschriftgedichte

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Was lernten die Deutschen


in anbetracht seiner kollegen erklärte der
   schriftsteller arno schmidt
wir deutschen brachten und bringen in überwältigender
   anzahl
die servilsten die zahmsten die königstreuesten autoren
   hervor

schmidt war gegner der remilitarisierung
   durch adenauer und strauß
wie heine laube börne wienberg kühne
   gutzko und panizza
war es ihm auszeichnung genug verfolgt zu sein
   durch die behörden

immer wieder finden sich mistviecher die mir
   schwierigkeiten machen schrieb und donnerte er
darunter auch mistviecher im ornat frommer
   kirchenmänner

die deutschen bischöfe priesen hitler als
   leuchtendes vorbild durch all die jahres des
   terrors
seinen schreckensstaat als retter und vorkämpfer
   europas
seinen weltüberfall als kreuzzug und heiligen krieg

für dieses deutschland besaß der dichter nur hass
   und verachtung
begreifen wir dass jede pistole grundsätzlich so
   eingerichtet sein müsste
dass sie sich nach rückwärts entlädt direkt auf den
   schießenden hin

was lernten die deutschen aus dem ersten
   weltkrieg
die vorbereitung auf den zweiten
was lernten die deutschen aus dem zweiten
   weltkrieg
ja was glauben sie wohl

Aus: Rudolph Bauer: Flugschriftgedichte

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Zitate und Aphorismen


„Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.“
George Bernard Shaw

„Der freie Mensch handelt niemals arglistig, sondern stets aufrichtig.“
Spinoza

„Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort begegnen wir uns.“
Rumi

„Wir erleben den natürlichen Zauber einer Begegnung, wenn wir lernen, anderen Menschen so zu begegnen, als würde ein Teil von uns selbst nach Hause kommen.“
Stephan Ludwig

„Liebe ist, wenn man einander nicht Halt, sondern Wind unter den Flügeln ist.“
Jens Wernicke

„Frage dich nicht, was die Welt braucht.
Frage Dich, was dich lebendig werden lässt
und dann geh los und tu das.
Was die Welt nämlich braucht,
sind Menschen, die lebendig geworden sind.“
Harold Whitman

„Was vor uns liegt und was hinter uns liegt,
sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem,
was in uns liegt.
Und wenn wir das, was in uns liegt,
nach außen in die Welt tragen,
geschehen Wunder.“
Henry D. Thorau

„Wir sind hier, weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich selbst noch andere erkennen – er wird allein sein. Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unseren Nächsten? Hier in der Gemeinschaft kann ein Mensch erst richtig klar über sich selbst werden und sich nicht mehr als den Riesen seiner Träume oder den Zwerg seiner Ängste sehen, sondern als Mensch, der – Teil eines Ganzen – zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet. In solchem Boden können wir Wurzeln schlagen und wachsen; nicht mehr allein – wie im Tod –, sondern lebendig als Mensch unter Menschen.“
Richard Beauvais

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“
Vaclav Havel

„Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, was uns am meisten Angst macht. Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, fantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes. Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen. Wir alle sind dazu bestimmt, zu leuchten wie Kinder es tun. Wir wurden geboren, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen, geben wir damit anderen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.“
Marianne Williamson

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Wer nur einen liebt, liebt keinen


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Cameron’s Conference Rap


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Es kann die Ehre dieser Welt


Es kann die Ehre dieser Welt
Dir keine Ehre geben,
Was dich in Wahrheit hebt und hält,
Muß in dir selber leben.

Wenn’s deinem Innersten gebricht
An echten Stolzes Stütze,
Ob dann die Welt dir Beifall spricht,
Ist all dir wenig nütze.

Das flücht’ge Lob, des Tages Ruhm
Magst du dem Eitlen gönnen;
Das aber sei dein Heiligtum:
Vor dir bestehen können.

Theodor Fontane

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Beth Hart: My California


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Du musst Dich nicht messen


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