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Ex-ARD-Redakteur Bräutigam über die Tagesschau: „Die Mängel sind institutionell“


Volker Bräutigam über die Tagesschau: „Die Mängel sind institutionell“

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Fremdes..., Seelisches...

Du trägst das Heilmittel in Deinem eigenen Herzen


Die Schäden von emotionaler Misshandlung können nicht an sichtbaren Narben gemessen werden, aber jedes Opfer verliert einen Prozentsatz seiner Leistungsfähigkeit. Und diese Leistungsfähigkeit bleibt so lange verloren, wie das Opfer in dem Kreislauf von „Verstehen“ und „Vergebung“ feststeckt. Der Misshandler hat kein „Recht“ auf Vergebung – solche Wohltaten können nur verdient werden. Und obwohl der Schaden mit Worten angerichtet wurde, kann echte Vergebung nur mit Taten verdient werden. (…)

Wenn du ein Opfer von emotionaler Misshandlung bist, kann es keine Selbst-Hilfe geben, bis du Selbst-Bezüglichkeit lernst. Das bedeutet, deine eigenen Maßstäbe zu entwickeln, für dich selbst zu entscheiden, was „Güte“ wirklich ist. Die kalkulierten Bezeichnungen des Misshandlers zu übernehmen – „Du bist verrückt. Du bist undankbar. Es ist nicht so passiert, wie du sagst“ – setzt nur den Kreislauf fort.

Erwachsene Überlebende von emotionaler Kindesmisshandlung haben nur zwei Wahlmöglichkeiten im Leben: lernen, sich auf sich selbst zu beziehen, oder ein Opfer bleiben. Wenn dein Selbstbild zerfetzt wurde, wenn du tief verletzt wurdest, und man dir das Gefühl gab, die Verletzung wäre nur deine Schuld, wenn du nach Anerkennung bei jenen suchst, die sie nicht verschaffen können oder wollen – spielst du die Rolle, die dir von deinem Misshandler zugewiesen wurde.

Es ist Zeit, aufzuhören, diese Rolle zu spielen, Zeit, dein eigenes Manuskript zu schreiben. Opfer von emotionaler Misshandlung tragen das Heilmittel selbst in ihren Herzen und Seelen. Rettung heißt Selbst-Respekt lernen, den Respekt anderer verdienen, und diesen Respekt zu dem absolut unreduzierbaren erforderlichen Minimum für alle intimen Beziehungen zu machen. Für das emotional misshandelte Kind ergibt sich aus Heilung „Vergebung“ – Vergebung für dich selbst.

Weiterlesen: http://www.vachss.de/mission/dispatches/disp_9408_a.html

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Fremdes..., Gedichte..., Seelisches...

Die Gefängnisse des Innern


diese gefängnisse des Innern
sind schlimmer als die schlimmsten steinernen Verliese
und solange sie nicht geöffnet werden
bleibt all euer Aufruhr
nur eine Gefängnisrevolte
die niedergeschlagen wird
von bestochenen Mitgefangenen

(Peter Weiss)

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Fremdes..., Redaktionelles...

Lesehinweise und Lebenstipps


Gedichte

Bücher

Aufsätze und Artikel (Auszug)

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Wie Beziehung gelingt


Jürg Willis Kollusionskonzept behandelt Schwierigkeiten, in die Paare kommen können, die sich für eine dauerhafte Bindung entscheiden. In jeder tieferen Zweierbeziehung kommt es nach Willi zu einer Funktionsteilung zwischen den Partnern.

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Symbiotische und „reife“ Beziehung


In einer reifen Beziehung sind beide Partner „bei sich selbst“, das macht sie anziehend für den anderen. Bindung entsteht durch Anziehung, „Attraktion“. Beide fühlen sich frei, sich zu verändern, zu wachsen. Diese Veränderung erlebt der Partner als lebendig, als anziehend. Zwei Menschen, die in dieser Form den anderen achten, so wie er ist, können eine Beziehung leben, die von Respekt und Auseinandersetzung bestimmt ist und beiden Wachstum ermöglicht. Daraus entsteht eine tiefe Bindung.

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Fremdes..., Seelisches...

Das Trauma des Krieges


Franz Ruppert: Das Trauma des Krieges

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Fremdes..., Seelisches...

Trauma und Schuld


Es ist unglaublich und immer wieder niederschmetternd, wie viele Betroffene sich selbst die Schuld geben an dem, was ihnen passiert ist. Es macht mich immer wieder traurig und wütend zugleich, dass gerade wenn eine Traumatisierung von einer Person ausgelöst wurde, das Opfer die Verantwortung für die Handlung der Täters übernimmt.

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Rainer Mausfeld: Die Angst der Machteliten vor dem Volk


Die Frage „Warum schweigen die Lämmer?“ scheint auf uns eine eigenartige Faszination auszuüben, obwohl diese Frage ganz offenkundig unsinnig ist. Denn natürlich kann man Lämmer nicht zum Sprechen bringen. Die Faszination muß also in der Metapher der Herde und des Hirten liegen.

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Kurzinterview mit Dr. Daniele Ganser und Gästen seiner Berlin-Vorträge


Ingo Woesner vom FRIEDLICH UNGEHORSAM-Kollektiv im Kurzgespräch mit dem Schweizer Friedensforscher und Historiker Dr. Daniele Ganser. Im zweiten Teil des Videos kommen Zuhörer seiner 5 ausverkauften Vorträge im Berliner Kino Babylon im Dezember 2016 zu Wort.

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Weisheit zum Thema Gefühle: Die Geschichte von den zwei Wölfen


Wir verspüren die Gefühle, die wir nähren. Davon handelt diese Weisheit.

Ein Indianerhäuptling erzählt seinem Sohn folgende Geschichte.

„Mein Sohn, in jedem von uns tobt ein Kampf zwischen 2 Wölfen.

Der eine Wolf ist böse. Er kämpft mit Ärger, Neid, Eifersucht, Angst, Sorgen, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Lügen, Überheblichkeit, Egoismus und Missgunst.

Der andere Wolf ist gut. Er kämpft mit Liebe, Freude, Frieden, Hoffnung, Gelassenheit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit.“

Der Sohn frägt: „Und welcher der beiden Wölfe gewinnt den Kampf?“

Der Häuptling antwortet ihm: „Der, den du fütterst.“

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Fremdes..., Seelisches...

Das Trauma der Liebe


nach Prof. Franz Ruppert

Bei einem Symbiosetrauma – oder auch „Trauma der Liebe“ – erleidet das Kind ein Trauma, weil seine naturbedingten kindlichen Bindungsbedürfnisse von der Mutter nicht ausreichend befriedigt werden.

Die kindliche Bedürftigkeit nach der Liebe seiner Eltern, nach Geborgenheit, Zugehörigkeit, Nähe, Wärme und Körperkontakt werden nicht gestillt oder die Mutter kann die Signale, die das Kind aussendet, nicht feinfühlig beantworten. Sie kann sich nicht in das Kind einfühlen und weiß einfach nicht, welche Bedürfnisse und Not das Kind gerade verspürt und befriedigt haben muss. Sie bemüht sich nach allen Kräften, das Kind zu beruhigen, merkt aber selber nicht, dass sie sich den gefühlsmäßigen Bindungsbemühungen des Kindes innerlich verschließt. Je mehr es weint, schreit, unruhig und fordernd ist, desto stärker zieht sich die Mutter gefühlsmäßig zurück und baut eine immer größere Distanz zum Kind auf. Diese innere Distanzierung kann so weit gehen, dass die Mutter zwischen sich und dem Kind ein Mauer aufbaut, durch die keinerlei Gefühle mehr hin- und herfließen können.

Ganz egal, was das Kind unternimmt, ob es sich still zurückzieht, ob es seine Angst zeigt, ob es wütend ist oder ob es weint oder unruhig ist, es erhält nicht die liebevolle, verständnisvoll zugewandte Reaktion seiner Mutter, die es bräuchte, um sich bei ihr sicher und geborgen zu fühlen.

Das Kind fühlt sich:

  • alleingelassen
  • nicht geliebt und abgelehnt
  • einsam und verlassen und
  • hat eine enorme Wut auf die Mutter, die aber unterdrückt werden muss

Die Folgen des Symbiosetraumas sind:

  • extremes Rückzugsverhalten
  • unterdrückte Wut
  • unterdrückte Trauer
  • Tendenz zur Selbstaufgabe
  • Verlassenheits- und Einsamkeitsgefühle
  • Todesangst
  • Aufgabe des Vertrauens in sich selbst

Aufgrund ihrer eigenen Traumatisierung ist die Mutter nicht in der Lage die Signale des Kindes richtig zu erkennen und kann sie deshalb auch nicht angemessen und feinfühlig beantworten. Unbewusst hat sie Angst davor sich dem Kind gefühlsmäßig zu öffnen, da sie befürchtet im Kontakt mit dem Kind von ihren eigenen Traumagefühlen überflutet zu werden. So stellt das Kind für die Mutter mit seinen Bindungsforderungen wie Weinen und Rufen eine ständige Quelle von psychischem Stress dar. Durch die Bindungsbedürfnisse ihres Kindes wird die Mutter an ihr eigenes inneres abgespaltenes, weggeschobenes und traumatisiertes Kind erinnert.

Den Zustand der Bindungslosigkeit kann ein Kind nicht lange ertragen, da die seelischen Schmerzen unerträglich sind. Um diese emotional unerträglichen Situationen zu überleben, hat die Psyche die Fähigkeit, die traumatischen Gefühle abzuspalten und Illusionen zu entwickeln. Das Kind beginnt die Mutter zu idealisieren und malt sie sich und die Kindheit in rosaroten Farben aus. Es passt sich an die Persönlichkeit der Mutter an, an ihre Wünsche, ihren Willen, ihre Sichtweisen, ihr Denken, ihre Werte und ihre Überlebensstrategien.

Mit der Abspaltung der Symbiosetraumagefühle (Unruhe, Ohnmacht, Wut, Hilf- und Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Trauer, Einsamkeit, Todesanst) beginnt die Psyche des Kindes nun mit der Entwicklung eigener Überlebensstrategien und -anteile.

Folgende Merkmale zeigen die Überlebensanteile:

  • sie sichern das Überleben in der Traumasituation
  • sie überwachen die seelischen Spaltungen
  • sie verdrängen und leugnen das Trauma
  • sie ignorieren und lenken ab
  • sie kontrollieren die traumatisierten Anteile
  • sie kontrollieren andere Menschen
  • sie suchen nach Kompensationen
  • sie erzeugen Illusionen
  • sie sind unterwürfig und latent aggressiv
  • sie erzeugen weitere Spaltungen

Die Überlebensanteile des Kindes übernehmen nun die Führung in seinem Leben: Das Kind fühlt sich selber schuldig, von der Mutter abgelehnt zu werden. Es kann nicht verstehen, warum die Mutter ihm die liebevolle Zuwendung nicht gibt und sucht die Schuld hierfür bei sich selbst. Es lehnt die eigene Abhängigkeit, Bedürftigkeit und Schwäche ab und versucht nun groß und stark zu sein, damit es nicht zu einer Last für die Mutter wird. Um den eigenen Schmerz des Verlassenseins nicht zu spüren, wird es wütend über sich selber.

Um sich doch noch Zugehörigkeit, Halt und Orientierung zu sichern, beginnt die Psyche unbewusst nach alternativen Bindungsmöglichkeiten an die Mutter zu suchen.Eine Möglichkeit, an das ersehnte Ziel zu kommen besteht darin, die eigenen inneren Grenzen immer weiter zu öffnen. So verlagert es sein inneres Zentrum immer weiter nach außen, um sich so tiefer in die Psyche der Mutter einzufühlen. Der Preis für die Ausweitung der psychischen Grenzen ist der Verlust des Kontaktes zu sich selbst. Das kann soweit gehen, dass es sein eigenes Selbst aufgibt. Über diesen Weg kommt das Kind mit den abgespaltenen Traumagefühlen der Mutter in Kontakt. Die Überlebensanteile des Kindes fühlen sich von der Stärke der abgespaltenen Gefühle der Mutter wie magisch angezogen.

Diese ursprünglich für die Mutter überwältigenden Traumagefühle können so stark sein, eine so magnetische Anziehungskraft besitzen, dass sie das Kind völlig überschwemmen können. Ist das Kind erstmal ganz gefangen und emotional verstrickt in den symbiotisch negativen Gefühlen, so ist es fast unmöglich, einen gesunden Kontakt zu sich selber aufrechtzuerhalten. Diese negativen Emotionen der Mutter nehmen die Seele des Kindes fast völlig in Besitz. Es kann dann nicht mehr unterscheiden, welche Gefühle gehören zu mir und welche Gefühle gehören zur Mutter.

Der Preis für diese negative symbiotische Bindung an die ins Unbewusste abgeschobenen Gefühle der Mutter ist also die Aufgabe des eigenen Selbst.

Je massiver das Traumaerlebnis war, desto stärker sind auch die Überlebensanteile und die Überlebensstrategien. Der Überlebensanteil ist lebensrettend nach der traumatischen Situation, denn er ermöglicht nach dem Traumaereignis das Überleben. Werden die Überlebensstrategien auch dann noch aufrechterhalten, wenn die traumatische Situation schon längst vorbei ist, dann können sie zu einer enormen Entwicklungsblockade werden.

Denn der Überlebensanteil verleugnet das Trauma, vermeidet Erinnerungen daran, ignoriert und lenkt ab. Er akzeptiert die Realität nicht und kann aggressiv reagieren, wenn jemand von außen seine Vorstellungen in Frage stellt. Er verhindert das Erkennen der Realität, die gefühlsmäßige Wahrheit und Klarheit. Aus diesem Grunde ist es für eine gesunde und stabile Persönlichkeitsentwicklung notwendig, dass die Trauma-Schutzmechanismen vorsichtig und Schritt für Schritt abgebaut werden, sobald die ursprünglich bedrohliche Situation vorbei ist.

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Weiterlesen: http://www.franz-ruppert.de/index.php/de/downloads/send/17-gehaltene-vortrge-deutsch/154-das-trauma-der-liebe-stuttgart-2015

Wege zu Heilung und Transformation: https://www.klett-cotta.de/buch/Systemische_Therapie/Symbiose_und_Autonomie/12563

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Hirnsteine!


Ein Gastbeitrag von Ullrich F. J. Mies

Jeder hat schon einmal von Gallensteinen, Blasensteinen oder Nierensteinen gehört, mancher war von diesen sehr schmerzhaften
Steinleiden sogar schon selbst betroffen. Im Vergleich dazu sind Speichel- und Mandelsteine eher selten und daher auch weniger bekannt.
Kaum zu glauben, selbst Kotsteine gibt es. Und wenn Ohrensteine in Unordnung geraten, stellt sich ein nachhaltiges Schwindelgefühl ein.

Neue medizinische Entdeckung

Eine neue medizinische Entdeckung hingegen sind die Hirnsteine. Insbesondere in Deutschland – dem Hort der aussterbenden Dichter und Denker – treten Hirnsteine in den letzten Jahren, von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt, in geradezu epidemischem Ausmaß auf.
Vom Hirnsteinbefall besonders betroffen sind ersten Anaysen zufolge das Berliner Regierungsviertel, die Zentralen der großen Parteien,
die Mainstream-Medien, Teile der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Think Tanks und im under-cover-Sektor tätige Spalter der Widerstands-Szene.
Nicht nur die zunehmende Häufigkeit des Hirnsteinbefalls ist Besorgnis erregend, auch der rapide Verlauf dieser gefährlichen
Zerebralerkrankung stellt die Fachwissenschaft noch vor große Rätsel.

Erste Diagnosen und Erkenntnisse

Die Hirnsteinerkrankung ist insbesondere deshalb so gefährlich, weil sich die Hirnsteine im Kopfgehäuse vieler Zeitgenossen
bereits kurz nach Auftreten des Erstbefalls in immer neuen Schüben zu wahren Geröllhalden auftürmen und den Denkapparat
letztlich vollständig lahm legen. Auch wenn die medizinische Erforschung der Hirnsteine erst am Anfang steht, können
einige Experten schon heute sagen, dass bereits nach wenigen Hirnstein-Schüben die ursprüngliche Hirnmasse vollständig
von Konkrementen verdrängt wird und es folglich im Oberstübchen ganz gewaltig rappelt.
Die Erstdiagnose „Hirnstein“ bedeutet für den behandelnden Mediziner: Er kann seinem Patienten nicht mehr helfen,
da die Erkrankung stets schnell und irreversibel verläuft. Dabei könnten Betroffene die ersten Veränderungen im Oberstübchen
schon frühzeitig bemerken. Statt dessen ignorieren sie die unverkennbaren Rasselgeräusche bei jeder Kopfbewegung.
Zunächst sind diese nur leise hörbar, nach weiterer Progression der Hirnsteinerkrankung jedoch deutlich vernehmbar.
Im Endstadium der Erkrankung stellt sich totale Stille ein, dann, wenn sich das Geröll zu Beton versteinert hat.
Hirnsteinerkrankung und Betonkopf stehen – soweit ist die Forschung bereits – in einem direkten und unauflöslichen Zusammenhang.

Erste Theorieansätze

Die ersten zaghaften Ansätze einer Theoriebildung haben unter den Experten bereits zu zwei Schulen geführt:
Während die eine Gruppe der Hirnstein-Theoretiker fest davon überzeugt ist, dass bei den Betroffenen eine genetische Disposition vorliegt,
ist die andere Gruppe sich sicher, dass das Befeuern stets der selben Synapsen zu kristallinen Ausfällungen im Gehirn führt,
die sich schließlich zu Hirnsteinen verfestigen. Stichhaltige Beweise für ihre Hypothesen konnte bislang weder die eine noch
die andere Wissenschaftlergruppe vorlegen. Ganz besonders übel sieht es für die Betroffenen aus, wenn Hirnsteinbefall und frühe Altersdemenz zusammenfallen.

Fehlende Therapie

Da alle bisher bewährten Therapien zur Steinenfernung wie minimal-invasive chirurgische Eingriffe, traditionelle Operationsmethoden, die Lithotripsie (extrakorporale Steinzertrümmerung durch Ultraschall oder Stoßwellen) sowie die Litholyse (Auflösung von Steinen) zum Scheitern verurteilt sind, raten Experten zur Betonkopf-Sprengung.

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Fremdes..., Journalistisches...

Verschwörungstheoretiker!


Ein Gastbeitrag von Ullrich F. J. Mies

Verschwörungstheoretiker!, Antisemit!, Antiamerikaner! Querfrontler! All diese Diskurs-Totschagskeulen werden gezielt eingesetzt, um politische Bewegungen und politisch Aktive zu spalten, Organisationen zu zersetzen, Debatten unmöglich zu machen und den „Verschwörungstheoretiker“ „zu verbrennen“. Diese Strategie geht zu weiten Teilen auf. Auch viele Linke laufen in diese Falle.

Beschränken wir uns hier auf die Verschwörungsnummer. Der Begriff stammt von der CIA. In ihrem Dokument „Document 1035-960, Concerning Criticism of the Warren Report“ aus dem Jahr 1968 wurden alle Zweifler an der offiziellen Darstellung des Mordes an John F. Kennedy zu Vertretern einer „conspiracy theory“ und damit zu Spinnern erklärt: Ein genialer Schachzug des Dienstes.

In seinen Vorträgen zum Thema „Warum schweigen die Lämmer“ weist Prof. Rainer Mausfeld immer wieder darauf hin, dass der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ in das Kampf-Arsenal der psychologischen Kriegsführung gehört. Die psychologische Kriegsführung ist ein Teil der Herrschaftstechniken. Das Wissen, wie man Massen beeinflusst und kontrolliert, haben sich die „Eliten“ seit mindestes 100 Jahren angeeignet und die Techniken ausgefeilt.

Geheimdienste beschäftigen in den (westlichen Staaten) hunderttausende von Menschen. Deren Hauptkampf-Feld ist je nach Aufgabenstellung der politische Gegner im Innern oder der „Feind- oder Zielstaat“ außen. Somit dient die gesamte „Verschwörungs-Debatte“ vor allem dazu,

– Meinungshegemonie herzustellen und
– vom „Herrschaftsdiskurs“ Abweichende,

als Irregeleitete, Diskussionsunwürdige, das „Staatswohl“ Schädigende, in jedem Fall Auszugrenzende darzustellen.

»Wir (William C. Sullivan, Exchef der CID, Counterintelligence Divison des FBI, K.P.) benutzten Cointelpro-Taktiken (Counterintelligence Programs, abgekürzt Cointelpro, K.P.), um eine Organisation auf unterschiedliche Weise zu spalten, zu kontrollieren und zu schwächen.« („Spalten und Schwächen“, Junge Welt, 28.07.2016, S. 12)

Um das Verschwörungs-Gerede zu verkomplizieren und ihm einen angemessenen Platz in der (politischen) Diskussion zu sichern, wurde es um die Begriffe Verschwörungsideologien, Verschwörungsmythen, Verschwörungshypothesen erweitert. Siehe hierzu der Eintrag „Verschwörungstheorie“ bei wikipedia.

Das ganze Verschwörungs-Gerede ist überflüssig, denn es führt erkenntnistheoretisch zu nichts. Erkenntnistheoretisch reicht eine ganz „normale“ wissenschaftliche Herangehensweise, um eine These als valide oder invalide zu identifizieren.

Was bleibt, ist der Dunkelraum der psychologischen Kampftechnik, abweichende Meinungen

– zu denunzieren,
– lächerlich zu machen,
– Akteure zu spalten,
– Diskussionen unmöglich zu machen,
– „Verschwörungstheoretiker“ abzustempeln, auszugrenzen,
– die Diskurs-Hegemonie zurückzugewinnen und zu behalten und vor allem
– den Widerstand gegen die herrschenden politischen Akteure zu zerfasern.

Die „Verschwörungs-Debatte“ ist eine gezielte Denunziations-/ Dominanzstrategie, um auch den Diskurs in politischen Szenen zu beherrschen, vor allem wenn es um das „Ekel-Thema“ 11/9 geht. Hier scheiden sich die Geister. Und so haben viele Politaktivisten Angst, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Sie befürchten, bei der Beschäftigung mit „der Mutter aller Kriege und aller Regierungsverbrechen nach 2001“, in ihren eigenen Gruppen „in offene Messer zu laufen“. Sie befürchten, „sich selbst abzuschießen“, wenn sie im Zusammenhang mit 11/9 von offenem Regierungs-Banditentum sprechen würden, denn der offizielle Bericht zu 11/9 weist massive Lücken und Mängel auf, die offiziellen Darstellungen sind nicht konsistent und durch Auslassungen gekennzeichnet. Offizielle Unterschlagungen und die offizielle Stigmatisierung derjenigen als „Verschwörungstheoretiker“, die sich mit 11/9 befassen, liegen auf einer Ebene: Die Debatten-Killer haben ihr Ziel erreicht.

Gemessen an den gigantischen Regierungsverbrechen wider die Menschheit und die Natur – von der Initiierung von Kriegen bis zur Planung des Ersteinsatzes von Atomwaffen, von Putschen bis „Farbrevolutionen“ – dient jede Beschäftigung mit Verschwörungstheorien und deren Derivaten als Ablenkung. Sie absorbiert Energien und ist Zeitverschwendung.

Diese Zeit fehlt zur Aufdeckung der ganz großen „Verschwörungsrealitäten“ der internationalen Kapitalistenklasse und ihrer Regierungs- und Medienhandlanger gegen die fundamentalen Lebensinteressen der Mehrheit der Völker auf diesem Planeten.

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Fremdes...

Die Anstalt vom 1. November 2016


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